Aktuelle Meldungen aus Vechta Aktuelle Meldungen aus Vechta
Bild:Gäste aus Jászberény pflegen Freundschaften bei Besuch in Vechta
 
Vechta ist für Freunde aus der ungarischen Partnerstadt Jászberény immer eine Reise wert. In dieser Woche ist wieder eine Delegation des Partnerschaftsvereins zu Gast in der Kreisstadt. Die Gruppe um den früheren Bürgermeister von Jászberény, Dr. Levente Magyar (Foto/rechts), und den Vorsitzenden Joszef Egervölgy (4. von links) informierte sich im Rathaus unter anderem über die Flüchtlingssituation in Vechta. Fachbereichsleiter Tobias Avermann (hinten rechts) begrüßte die Gäste und Karl-Heinz Wehry (2. von links), den Vorsitzenden des Vechtaer Freundeskreises Jászberény, sowie Geschäftsführer Guido Middelbeck (links). Die Gäste werden am Wochenende den Stadtgarten beim Museum Vechta besuchen. Weitere Ausflugsziele sind die Meyer-Werft in Papenburg und verschiedene Institutionen in Vechta. Dabei steht die Pflege von Partnerschaften im Vordergrund. 
 
 
Das Vechtaer Rathaus bleibt am Freitag (19. Mai) wegen eines Betriebsausflugs geschlossen.
 
Bild:Stadt nimmt bis 20. Mai Termine für Veranstaltungskalender auf
 
Im halbjährlich erscheinenden Veranstaltungskalender veröffentlicht die Stadt Vechta Veranstaltungen von ansässigen Vereinen und kulturellen Einrichtungen. Die Termine für das zweite Halbjahr 2017 (gültig von Juli bis Dezember 2017) können bis zum 20. Mai 2017 per Email an christina.rasche@vechta.de eingereicht werden. Die Stadt bittet darum wiederkehrende Veranstaltungen nur mitzuteilen, wenn sie sich gegenüber der letzten Veröffentlichung geändert haben, sie neu sind oder entfallen.

In dem Kalender informiert die Stadt Vechta auch über die Kulturangebote der Stadt, Ausstellungen und Veranstaltungen des Museums, des Hauses der Jugend und der Tourist Information Nordkreis Vechta. Der Veranstaltungskalender wird ab Juli 2017 in den umliegenden Geschäften ausliegen und online zum Download bereitstehen.
 
Bild:Artist in Residence: Lydia Lander und die Projektpartner ziehen positive Zwischenbilanz
 
Vechta ist wie geschaffen für die Arbeit von Lydia Lander. Die Menschen in der Stadt lassen der freischaffenden Grafikerin und Malerin den Freiraum, den sie braucht, wenn sie zeichnet. „Am Brunnen - den ich toll finde, da spielen viele Leute mit ihren Kindern - habe ich keine geeignete Sitzmöglichkeit für die richtige Perspektive gefunden“, erzählt sie. „Da habe ich mich auf die Erde gesetzt. Das sieht schon etwas komisch aus, wenn ein Erwachsener das macht. Aber die Leute haben mich in Ruhe zeichnen lassen.“ In dieser Situation skizzierte sie Vechta als lebendigen Ort: Ein Vater mit seinem Neugeborenen am sprudelnden Brunnen vor der Kulisse der belebten Innenstadt. Dies ist eine von vielen Momentaufnahmen, die Lydia Lander als Artist in Residence unter dem Projekttitel „Vechta Alltag – Vielfalt und Wandel“ bereits auf Papier festgehalten hat - und die neugierig auf mehr macht.
 
Entsprechend positiv fällt das Zwischenfazit der Initiatoren aus. „Ein tolles Projekt mit einer tollen Künstlerin. Ich bin begeistert“, sagt Professor Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta: „Das Projekt bietet einen deutlichen Mehrwert, es eröffnet neue Blickwinkel und Gesichtspunkte, und es ist immer wieder spannend, wie Fremde Vechta erleben.“ Diese neuen Perspektiven auf das Leben in der Stadt und der Umgebung begeistern auch Bürgermeister Helmut Gels. Das gemeinsame Programm der Uni und der Stadt rege zudem zu neuen Projekten an, welche die Kreativität fördern, sagt er: „Und wir machen nach außen deutlich, dass die Stadt und die Universität eine Einheit sind.“
 
Der Erfolg des Projekts habe sich auch in der steigenden Zahl der Bewerbungen für das Projekt 2017 widergespiegelt, berichtet Uni-Präsident Schmidt. Lydia Lander setzte sich in dem schwierigen Auswahlverfahren gegen eine Vielzahl von hochkarätigen Bewerberinnen und Bewerbern durch. Dass sich die Jury erstmals für eine zeichnende Künstlerin entschied, freut Diplom-Bildhauerin Ellen Mäder-Gutz vom Fach Kunst ganz besonders. Sie stellt Lydia Lander während des Projekts einen Bereich in ihrem Atelier im W+K-Gebäude an der Uni zur Verfügung. „Artist in Residence ist ein sehr lukratives Stipendium“, sagt sie. Viele andere Stipendien seien nicht so gut dotiert, die Künstler müssten solche Engagements, die wichtig für das eigene Renommee seien, mitfinanzieren, erklärt Ellen Mäder-Gutz. Anders ist dies bei Artist in Residence: „Ich finde es gut, dass bei diesem Projekt nicht der Gedanke im Vordergrund steht: ,Die Künstler sollen froh sein arbeiten zu können.‘ Sie werden auf Augenhöhe ernst genommen.“
 
Dass weiß Lydia Lander zu schätzen. Die gebürtige Brandenburgerin hat ihre Wahlheimat Leipzig vorübergehend verlassen und lebt sechs Wochen lang in Vechta - was sie nicht bereut hat. „Der Grundton der Leute ist freundlich und höflich. Die Menschen scheinen recht aufgeschlossen zu sein“, sagt sie. Auf der Straße erkannt hat sie bisher kaum jemand. Was gut für sie ist: „Wenn Leute mich kennen, kann ich sie nicht zeichnen. Sie müssen sich unbeobachtet fühlen“, erklärt sie. In einem Café sei das einmal nicht gelungen. Zwei Gäste hätten bemerkt, dass sie in dem Moment gezeichnet worden seien, sie hätten schnell gezahlt und das Café verlassen. Das ist aber die Ausnahme, und auch aus dieser Situation hat Lydia Lander eine Zeichnung gemacht, die eindrucksvoll die Stimmung in dem gemütlichen Lokal aus ihrer speziellen Perspektive wiedergibt.
 
Die Künstlerin hält ihr Publikum im Blog www.air-vechta.de ständig auf dem Laufenden, veröffentlicht ihre Zeichnungen und beschreibt, wie diese entstanden sind. In Zusammenarbeit mit Alfred Büngen vom Geest-Verlag will die Künstlerin am Ende ein Skizzenbuch mit allen Beiträgen erstellen. Ihre Bilder wird sie gemeinsam mit den Projektpartnern erst im Herbst im Vechtaer Rathaus ausstellen. Denn etwas Zeit benötigt Lydia Lander noch, um aus den Skizzen fertige Werke zu machen. Dabei will sie helle klare Farben verwenden, die aber zurückhaltend sein müssten, damit die schwarzen Linien als Hauptcharakter erhalten blieben, erklärt sie. Bis sie mit dem Feinschliff beginnt, will sie noch einige Themen in Skizzen zu Papier bringen, die den Wandel und die Vielfalt Vechtas wiedergeben.
 
Info: Das im März 2014 gestartete Programm Artist in Residence der Stadt Vechta und der Universität Vechta bietet Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Fachrichtungen die Möglichkeit, mit Hilfe eines Stipendiums einige Wochen in Vechta zu leben, künstlerisch zu arbeiten und Menschen der Region kennen zu lernen. Lydia Lander ist die Nachfolgerin von Lisa Danulat (2014), Annalisa Hartmann (2015) und Moritz Rudolph (2016). Sie wurde 1985 in Brandenburg geboren und lebt als freischaffende Malerin und Grafikerin in Leipzig.
Mit ihrem Konzept, Menschen in Alltagssituationen aufs Papier zu bringen, hatte Lydia Lander die Jury überzeugt. Sie setzte sich gegen eine Vielzahl sehr guter und vielfältiger Bewerber durch. Mitglieder der Jury sind Bürgermeister Helmut Gels und Professor Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta, Professorin Dr. Gabriele Dürbeck (Literatur- und Kulturwissenschaft an der Uni Vechta), Gerhard Hess, ehemaliger Intendant der Landesbühne Nord, und Alfred Büngen, Leiter des Geest-Verlages.


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